Burgfest-2009
08.08.2009 Posted in Feste, Wallau | Sei der erste mit deinem Kommentar »Tags: Burgfest, Fest, Hochwasser, Wallau, Wickerbach
Es war mal wieder soweit, Anfang August und das diesjährige Burgfest nahm seinen Lauf.
Das Burgfest hat nichts mit einer Burg zu tun, sondern hat den Namen von der Straße „Zur Burg“.
Übrigens, immer gut besucht und das ganz ohne. . . .
Musik oder anderes Rahmenprogramm. Essen, Trinken und vor allen Dingen Raum für das gemeinsame Gespräch sind das Erfolgsrezept für das älteste Straßenfest von Wallau, welches bereits seit 27 Jahren besteht.
Das ist eine lange Zeit und immer mehr Teilnehmer, meist Jüngere, kennen den Ursprung dieses Festes nicht, da sie 1981 noch nicht geboren waren.
Damit sind wir auch schon beim Ursprung angekommen. Es war ein denkwürdiges Datum der 10.August 1981, an dem sich etwas zugetragen hatte, welches ich persönlich wie folgt erlebte:
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Ich war gerade auf der Arbeit in Wiesbaden, als mich kurz nach der Frühstückspause ein Anruf erreichte. Es war meine Frau Gerlinde, mit der ich gerade erst 4 Wochen verheiratet war.
Sie sagte mir am Telefon, dass ich sofort nach Hause kommen solle, weil das Hochwasser käme. In meinem Kopf ging dabei seltsames vor, ich dachte an die Entfernung die Wallau zum Rhein, Main oder anderen größeren Gewässern hatte, die man gewöhnlich mit Hochwasser in Verbindung bringt.
Da ich zu keinem Ergebnis kam, schoss mir eine Frage durch den Kopf „Hochwasser in Wallau mitten auf dem Land? Wie viel hast du eigentlich getrunken?“ Aber in ihrer Stimme lag ein gewisser Unterton, den man nicht ignorieren konnte, denn es klang besorgt. Also beschloss ich, mich auf den Weg zu machen.
In Wallau angekommen waren die Steingasse und die Pfarrbornstraße bereits an der Kirche gesperrt. Zu Fuß trat ich den Weg in die Mühlgasse an, aber schon im unteren Bereich der Pfarrbornstraße war Schluss. Dort war der DLRG mit einem Boot und fragte, ob sie mich fahren sollten. Aber in jungen Jahren lässt man sich als Mann ungern helfen und so lehnte ich dankend ab und ging weiter.
Was machen schon ein paar nasse Hosenbeine, so dachte ich… Nach ca. 10 Metern war das Wasser bereits hüfthoch und kurze Zeit später musste ich schwimmen, da an der Ecke Mühlgasse und zur Burg das Wasser ca. 2 Meter hoch stand.
Und das alles nur, weil es stark geregnet hatte und der Wickerbach über seine Ufer trat. Wer es nicht erlebt hat kann es kaum glauben aber es war damals so.
Genau ein Jahr später traf sich die Nachbarschaft, stellten Tische und Bänke auf die Straße und feierten im Gedenken an die überstandene Notlage. Viele brachten Getränke und belegte Brote mit. Dies wiederholte sich jährlich im August und das nannte sich dann Burgfest.
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